Paartherapie

 

Paare entscheiden sich aufgrund sehr unterschiedlicher Problemlagen zu einer Paartherapie: Es fällt ihnen schwer, miteinander zu kommunizieren, Streits eskalieren oder finden überhaupt nicht statt, man hat sich „auseinander gelebt“, Erotik und gemeinsame Sexualität sind unbefriedigend oder zum Erliegen gekommen, die Bedürfnisse der Partner nach Nähe und Distanz gehen auseinander, ein Partner ist fremdgegangen oder übertrieben eifersüchtig, ein Partner wird so von der Herkunftsfamilie absorbiert, das Zweisamkeit kaum mehr möglich ist, es entstehen Konflikte mit Kindern, die ein Partner aus einer Vorbeziehung mitgebracht hat – die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Gemeinsam ist den Partnern jedoch, dass sie ihre Paarbeziehung retten wollen, und dies ist aus unserer Sicht auch eine notwendige Vorbedingung für sinnvolle Paartherapie. Hat einer von beiden die Trennung schon vollzogen, können zwar gemeinsame Gespräche mit einem neutralen Dritten ebenfalls sinnvoll sein, um den Trennungsprozess fair zu gestalten, aber in solchen Fällen würde man von Mediation sprechen – die wir jedoch nicht anbieten. Für uns wäre eine „Minimalvoraussetzung“ für eine Paartherapie, dass beide Partner sich noch als Paar definieren und, falls Trennungsgedanken vorhanden sind, bereit sind, im nächsten halben Jahr noch keine Entscheidungen über eine potenzielle Trennung zu treffen. Dieser Zeitrahmen gibt der Paartherapie noch eine Chance zu wirken.

 

Nach unserer Erfahrung ist es hilfreich, wenn Ihnen als Paar auch ein Therapeutenpaar Unterstützung anbieten kann, so dass ihr Problem stets unter einer weiblichen und unter einer männlichen Perspektive betrachtet werden kann. Deshalb arbeite ich in den Paartherapien gerne mit meinem Ehemann, Prof. Dr. Willi Ecker, zusammen. Dadurch profitieren sie überdies von den unterschiedlichen Therapieausbildungen, die ich selbst (Verhaltenstherapie, Integrative Therapie, Sexualtherapie) und mein Mann (Verhaltenstherapie, Psychodrama, systemische Therapie) einbringen können. Allerdings sind natürlich 2 Therapeuten teurer als einer, so dass wir manchmal auch jeder für sich Paartherapien durchführen.

 

Was erwartet Sie, wenn Sie mit einem Paarproblem zu uns kommen? Zunächst einmal arbeiten wir meist mit Doppelstunden (2 x 50 Minuten), die wir je nach Problemlage in 2-4wöchigem Abstand durchführen. Für die Zeit zwischen den Sitzungen würden wir Ihnen regelmäßig „Hausaufgaben“ mitgeben, d.h. Paarübungen, die ihre Kommunikation fördern und verbessern können oder auch bei Vorliegen sexueller Probleme dazu dienen, gemeinsam zu experimentieren und aus alten, vielleicht „eingerosteten“ Routinen auszubrechen. In den Sitzungen würden wir Ihnen helfen, Ihr Problem zu analysieren, und zwar sowohl in seiner aktuellen Dynamik als auch hinsichtlich der lebensgeschichtlichen Wurzeln der Verhaltensmuster jedes Partners. Danach es geht darum, Ihnen Lösungswege aufzuzeigen: Wie können Sie lernen, konstruktiv zu streiten? Z.B. wissen wir aus der Paarforschung, dass zufriedene Paare Streits viel besser „deeskalieren“ können. Wie können Sie mit unserer Hilfe lernen, so konkret über ihre Sexualität zu sprechen, dass jeder die Bedürfnisse des anderen besser verstehen kann? Wie können Sie respektvoll Nähe und Distanz miteinander „aushandeln“?

 

Paartherapie ist – leider – keine Leistung der Krankenkassen, obwohl sie mit Sicherheit der Entwicklung von psychischen Problemen wie z.B. Depressionen vorbeugen könnte, die sich nicht selten auch als Folge chronischer Paarprobleme entwickeln können. Daher müssen Sie Paartherapie selbst zahlen.

© 2020 Diana Ecker |  Tel: 06322/66042