Behandlungsverfahren

 

Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie (VT) ist ein psychotherapeutisches Verfahren, dessen Grundidee sehr vereinfacht formuliert besagt, dass störungsbedingtes Verhalten gelernt wurde und dementsprechend auch wieder verlernt werden kann.  Mit der sog. Verhaltensanalyse kann ein Problem im therapeutischen Gespräch sehr differenziert analysiert und entsprechende Interventionen können gemeinsam abgeleitet werden. Entgegen landläufiger Vorstellungen beschäftigt sich die VT auch mit der biografischen Entstehung und Aufrechterhaltung eines Problems oder einer Störung.  Zahlreiche Techniken zielen darauf ab, das Verhalten oder auch sog. dysfunktionale Einstellungen zu verändern. Manche wurden sehr gezielt für bestimmte Störungen entwickelt, so auch für sexuelle Störungen, andere helfen bei Problemen in den Bereichen Kommunikation,Selbstbehauptung und Selbstregulation.

Gestalttherapie
Die Gestalttherapie ist ein auf der humanistischen Psychologie gründendes psychotherapeutisches Verfahren. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Verfeinerung der Bewusstheit aller gerade zugänglichen Gefühle, Gedanken, Empfindungen und Verhaltensimpulse. Durch die direkte Arbeit im Hier und Jetzt und in der Beziehung des Patienten zum Therapeuten können bestehende Kontaktstörungen zu sich selbst und zur Umwelt wahrgenommen und bearbeitet werden. Viele gestalttherapeutische Techniken zielen folglich darauf ab, die Bewusstheit über die eigenen Wahrnehmungen und das Erleben zu fördern, etwa wenn ich Sie auffordere, bestimmte Aussagen zu wiederholen, diese lauter zu sagen, eine entsprechende Körperhaltung einzunehmen oder eine Bewegung dazu zu machen. Eine besonders bekannte Technik ist die Arbeit mit dem "leerenStuhl", die ich häufig anbiete.

Psychodrama
Im Psychodrama, das ursprünglich als gruppentherapeutisches Verfahren entwickelt wurde, werden, allgemein ausgedrückt, Verhaltensweisen "in Szene" gesetzt. In jedem Menschen, so die psychodramatische Grundannahme, schlummert ein kreatives Potenzial, das uns bei der Umsetzung unserer sozialen und psychischen Rollen hilft, uns mit den sich ändernden Anforderungen der Umwelt zurechtzufinden. Spezifische Techniken wie Doppeln, Spiegeln, Rollentausch, Sharing, Feedback etc. sind deshalb darauf angelegt, Kreativität und Spontanität zu aktivieren, um festgefahrene Rollenmuster zu überwinden.

Körperpsychotherapie
Es gibt eine Reihe verschiedener Formen der Körperpsychotherapie, deren gemeinsamer Nenner in der Annahme besteht, dass Körper und Psyche eine untrennbare Einheit bilden. Im therapeutischen Prozess wird deshalb dem körperlichen Erleben eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt, insbesondere um frühkindliche und kindliche Erinnerungen zu wecken und sie mit dem entsprechenden Konfliktmaterial dem Bewusstsein zugänglich und bearbeitbar zu machen. Oftmals ist diese Arbeit im Vorfeld angstbesetzt. Katharthische Erfahrungen, die dabei nicht selten auftreten, wirken sehr heilsam.

Arbeit mit kreativen Medien
Ein wichtiger Bestandteil meiner therapeutischen Arbeit ist das Angebot, mit kreativen Medien, insbesondere mit Malen und Schreiben, zu experimentieren. Ziel dabei ist nicht, Kunst zu produzieren. Vielmehr geht es darum, den aufkommenden "inneren Bildern" im Rahmen eines aktivierten Themas eine Ausdrucksform zu verleihen. Die unmittelbare sinnliche Präsenz, wie sie sich zum Beispiel in den gemalten Bildern der "inneren lustvollen Frau" in den Frauengruppen entfaltet, eröffnet vielfältige
therapeutische Optionen (Resonanzen wahrnehmen, in einen Dialog treten, in Identifikationen gehen, mit Verwandlungen experimentieren etc.).

© 2020 Diana Ecker |  Tel: 06322/66042